Seit Oktober 2014 gibt es eine Jugendzirkus-Gruppe im BDP, die „Feuertubbies“, gefördert über Mittel aus Kultur macht stark.
Am letzten Oktober-Wochenende 2016 trafen sich die „Feuertubbies“ mit den „Sarellies“ vom BDP Mittelhessen in Berlin zu einem gemeinsamen Film-Projekt.
Beide Gruppen bewegen sich in der Altersspanne von 14 bis 17 Jahren und hatten bereits Vorkenntnisse in verschiedenen Disziplinen der Feuerartistik, der Akrobatik oder im Tanz.
Mit insgesamt 14 Teilnehmern und 6 Teamern wurde das verlängerte Wochenende am Donnerstag begonnen und am Sonntag beendet. Geprobt wurde Donnerstag, Freitag und Samstag im „Lux und Asa – Fotostudio“, wo ab Samstag dann auch der Film-Dreh mit einem hinzugezogenen Kameramann erfolgte.
Geschlafen wurde auf dem „Jugendschiff ReMiLi“, einem voll eingerichtetem Jugendclub, der in der Spree schwimmt.
Zwar wurde in beiden Gruppen separat choreographisch auf den Dreh hingearbeitet, der eigentliche Inhalt jedoch wurde dann am Wochenende selber gemeinsam inszeniert. Dabei spielten die Feuerartistik und der Tanz eine tragende Rolle, denn gesprochen wurde gar nicht in dem Film. „Veränderung“ war das Thema, auf welches sich die Teilnehmenden geeinigt hatten. Der Film sollte von einer Gruppe von 4 Jugendlichen erzählen, die in ein verlassenes Haus eindringen, jeder einzeln einen Raum betreten in welchem sie ein prägendes Erlebnis haben. So vollzieht jeder der „Raudis“ in seinem Raum seine ganz persönliche Verwandlung. Wer vorher kalt und abgeklärt war, ist nun emotional, der Raufbold wird hilfsbereit, der Mitläufer entdeckt seine Individualität und die stark geschminkte Selbstdarstellerin wird natürlich und legt ihre Maske ab. Neben der Veränderung die jeder einzelne erlebt, vollzieht sich auch eine Veränderung in der Gruppe. So betrat die Gruppe das Haus als konkurrierende, sich gegenseitig ärgernde Zeitgenossen und verlässt das Haus als eine Gruppe von Freunden.
Ohne es zu planen oder zu beabsichtigen vollzog sich in gewisser Weise dieselbe Wandlung die sich in dem Drehbuch des Films vollzog auch in der Gruppe der Akteure.
Zwei sich fremde Gruppen stießen aufeinander, die durch eine gemeinsame Aufgabe, eine gemeinsame große Hürde und einen gemeinsamen Erfolg zu einer Gruppe zusammen wuchsen.
Folgeprojekte in derselben Konstellation wurden von den Teilnehmern sehr gewünscht.
„Bitte, bitte nochmal. Aber nächstes mal bitte im Sommer“