Ein Jahr ohne Kleiderkauf und danach - Vom Shopaholic zur kritischen Konsumentin

Geschichtsstunde: Im Mittelalter galt die eigene Kleidung als wichtiges Gut. Schätzungsweise 479 Stunden (vom Weben des Stoffes bis zur Fertigstellung), sprich mehr als 2 Wochen Arbeitszeit (ohne Schlaf), waren in etwa notwendig, um ein gutes Hemd herzustellen! Da Kleidung so schwierig und teuer herzustellen war, trug man jedes Teil, bis es buchstäblich auseinanderfiel. Noch 1800 konnte eine Bäuerin von Glück reden, wenn sie drei Kleider besaß – eines für die Feiertage und zwei für den Alltag… Und wie ist das heute?

 

Nunu Kaller, Anfang 30, erklärte sich selbst als shopping süchtig, ihr Kleiderschrank platzte aus allen Nähten. „Nur 20 Prozent des Inhalts eines Kleiderschrankes wird im Schnitt auch tatsächlich angezogen“, verweist Kaller auf das Pareto-Prinzip. Also entschied sie sich dafür, ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen und sich mit Alternativen auseinanderzusetzen…

Auf ihrem Blog findet man unter Facts Hintergrundinformationen zur Textilbranche und Kleiderherstellung. Unter Fashion Guide finden sich aber auch viele interessante Shops, die ökologisch einwandfreie und sozial fair produzierte Mode anbieten.

http://news.orf.at/stories/2112083/2111434/