Eine der Ideen des BDP Jugendforums (November 2013) wurde vom 28.-30. März 2014 umgesetzt. In Kooperation mit der Bunten Kuh fand in deren Räumlichkeiten in Weissensee ein Thementag zu Flucht und Asyl statt. Bereits am Freitagabend reiste hierfür eine Jugendgruppe (Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge (UMFs) aus Bremen an. Die UMFs treffen sich in Bremen regelmäßig im Hulsberg, einem BDP Haus.

 

Für den Thementag könnten verschiedene Referent_innen gewonnen werden. Als Input berichtete eine Studentin des AK Asyl über die aktuelle Situatuion von Flüchtlingen in Deutschland (und der EU). Danach teilten sich die ca 30 Personen in zwei Workshops auf:

Zum einen berichtete Christian Jakob (u.a. taz) über die aktuelle Situation am Berliner Oranienplatz: welche verschiedenen Flüchtlingsgruppen halten sich auf dem „O- Platz“ auf? Weshalb haben die Flüchtlinge unterschiedliche Forderungen an die Politik? Ist es überhaupt machbar für die evrschiedenen Gruppen eine gemeinsame Lösung zu finden? Christian musste nach dem Workshop übrigens schnell zum O-Platz, da für 18 Uhr ein neuer Pressetermin des Sprecherkreises der Flüchtlinge angekündigt worden ist. Daraus abgeleitet lässt sich gut die aktuelle Brisanz des Themas erkennen.

Im zweiten Workshop berichteten die Pädagog_innen von Effect und die Unbegleiteten Flüchtlinge aus Bremen über ihren Alltag und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Tahar Dauphas Le Babier, BDP Bundesvorstand, ergänzte und verglich die Erfahrung der Bremer_innen mit seinen Erfahrungen im Umgang mit UMF in Berlin.

Mohammed Jouni, Vertreter der MJSO Jugendliche ohne Grenzen berichtete zudem über die Aktivitäten seiner Organisation Jugendliche ohne Grenzen für die Rechte (junger) Flüchtlinge engagieren.

In einer gemeinsamen Abschlussdiskussion wurden verschiedene Probleme im Zusammenhang mit Flüchtlingspolitik gesammelt und Überlegungen angestellt, wie welches Problem – individuell oder als Gruppe -angegangen werden kann. Neben verschiedenen politischen Forderungen die sowohl die Außenpolitik (kein Nato- Einsatz der Deutschen Bundeswehr oder kein Waffenhandel etc) als auch die Innenpolitik (Abschaffung der Lagerunterkünfte und Residenzpflicht, Schulpflicht für alle, etc) betroffen, wurde darüber diskutiert, in wieweit Jugendverbände als Sprachrohr zwischen jungen Flüchtlingen und Politik bisher aufgetreten sind. Auch die Vernetzung zwischen den Aktivist_innen, also den Unterstützer_innen von Flüchtlingen müsste weiter ausgebaut werden.

Jugendverbandlich soll nochmal ausgelotet werden, in wieweit Jugendverbände einen Beitrag zur „Integration“ von jungen Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft leisten können.