Anfang Februar trafen sich 20 Aktive in Berlin um sich über Motivation und mögliche Ziele einer bundesweiten Arbeitsgruppe auszutauschen. Im Verlaufe des Treffens wurde eruiert wer wie und wie stark bereits in der Thematik mit rechten Gruppen drinne ist. Samstag nachmittag wurde gemeinsam das Haus der Jugend Bunte Kuh besucht, die aktuell an der Kampagne „Tatort Rassismus“ arbeitet. Mittels Plakaten sollen in den nächsten Wochen Orte gekennzeichnet werden, an denen in den letzten Monaten entsprechende Übergriffe/ Vorfälle stattgefunden haben (und gemeldet wurden). Neben einem Überblick über aktuelle rechte Strukturen ging es auch immer wieder um die AfD als Partei und die Grundstruktur des Populismus als Methode. Es ging um die viel besprochene Mitte der Gesellschaft und ob diese nun nach rechts gerückt ist. Könn(t)en die Nicht- Wähler_innen zum Wahlgang überzeugt werden? Sollte man was unternehmen um darüber aufzuklären das aus Protest eine Partei wählen, nur weil die anderen unwählbar erscheinen, auch zu kurz gedacht ist? Immer wieder stellte sich in solchen Diskussionen nach möglichen Zielen und Zielgruppen des AKs, Einzelner natürlich die Frage des Machbaren. Mangels Zeit konnten viele Themen nur angerissen und feste nächste Ziele konnten nicht definiert werden. Die Motivation, sich zukünftig unbedingt stärker mit rechten Strukturen auseinanderzusetzen, ist auch nach dem Wochenende geblieben. Wenn nicht sogar so etwas wie eine selbstverständliche Notwendigkeit, die das Thema der erstarkenden Rechten verbandlich einnehmen sollte. Denn es wurde an dem Wochenende definitiv nochmal deutlich, dass die rechte Szene ziemlich gut miteinander vernetzt ist, was über die Gruppen, die sich dem entgegenstellen, nicht immer gleichermaßen gesagt werden kann. Einige Teilnehmer_innen wollen im BDP den Vernetzungsgedanken weiter vorantreiben. Was in verschiedenen Landesverbänden, auf lokaler Ebene für Projekte bestehen, was man als Methoden gut andernorts übernehmen kann, etc. wie man als Verband seine Bunt- und Verschiedenheit tatsächlich der hetzerischen Stimmung im Land kreativ entgegensetzen kann. Wie? Wo? Wann? Was macht Sinn um unsere Aktivitäten zu bündeln ohne zu überfordern aber auch was auszusagen? Zumindest wurde schon mal festgehalten, dass die nächste Bundestagswahl zeitlich kurz nach der BDV stattfindet. Eine Gruppe befasste sich inhaltlich mit der Frage, in wieweit man u.a. auf verschiedene Migrant_innenorganisationen zugehen und mit ihnen gemeinsam inhaltlich und aktiv der AfD entgegen treten könnte. Zudem gibt es die Welt der Medien und Meinungsmache. Es wurden Überlegungen zu verschiedenen Medienformaten (Tageszeitungen, Talkrunden, Twitter, etc) vorgenommen und überlegt, ob es Events gibt (bspw. Silvester in Köln, Wahlen in den Niederlanden und Frankreich, etc), zu denen kritische Berichterstattung denkbar wäre. Immer wieder wurde auf dem AK Treffen thematisiert, dass nicht nur in der AfD sondern quasi in allen Parteien (zumindest einzelne) Politiker_innen hetzerische Sprache und rechtskonservative Meinungen vertreten. Das Medium FB würde es machbar machen per Kommentare (natürlich anonymisiert) argumentativ gewissen Aussagen entgegenzuarbeiten. Als nächster fester Termin vom 19. bis 21. Mai steht das
Argumentationstraining gegen Rechts in Hamburg an. (Dieses Treffen könnte gut für weiteren Austausch innerhalb des Aktivenkreises des BDPs genutzt werden, vielleicht in dem vor oder nach Ende des Trainings von den Teilnehmer_innen dafür ein wenig mehr Zeit einkalkuliert wird.) Kommt zahlreich!